WECHSELSTROM - Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb
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Slavenka Drakulić
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SLAVENKA DRAKULIĆ

 

»Plötzlich kehrte in ihr Gedächtnis der Beginn eines anderen Tages vor zwanzig Jahren zurück. Und eines anderen Unfalls, eines Verrats, durch zwei Menschen, die ihr am nächsten standen. Ihr schien, als sei es erst gestern geschehen.«

 

Slavenka Drakulić wurde 1949 in Rijeka im heutigen Kroatien geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie arbeitete sie als Gymnasiallehrerin. Heute ist sie Journalistin und eine der renommiertesten Schriftstellerinnen Kroatiens. International bekannt wurde sie durch Publikationen zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Vor allem ihre Essays »Sterben in Kroatien – Vom Krieg mitten in Europa« und »Café Paradies oder Die Sehnsucht nach Europa«, die 1992 und 1997 auf Deutsch erschienen, schildern eindrucksvoll die Geschehnisse in Südosteuropa. Neben journalistischen Beiträgen und Essays umfasst ihr Werk Romane und Sachbücher, wobei die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit in ihren Arbeiten stets fließend sind. Ihre Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt. Slavenka Drakulić schreibt ihre Texte sowohl auf Englisch als auch auf Kroatisch. Zu ihren jüngsten auf deutsch erschienenen Büchern gehören »Frida« (Zsolnay, 2007, Übersetzung von Katharina Wolf-Grießhaber) und »Keiner war dabei. Kriegsverbrechen auf dem Balkan« (Zsolnay, 2004, Übersetzung von Barbara Antkowiak).

 

www.spiegel.de/international/europe/0,1518,602678,00.html


 
 
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