SVETLANA ALEXIJEWITSCH
»Für die einen ist der Krieg eine Stiefmutter, für die anderen eine leibliche Mutter, wie man so sagt. Was für Blicke sie den hübschen erholten Frauen in luftigen Kleidern nachwerfen!«
Swetlana Alexijewitsch wurde in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine geboren. Noch in ihrer Kindheit übersiedelte die Famile nach Weißrussland, dem Herkunftsland ihres Vaters. Swetlana Alexijewitschs Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt und bilden die Grundlage zahlreicher Theaterstücke und Filmdokumentationen. Für ihr Werk erhielt sie eine große Reihe internationaler Auszeichnungen, u.a. den Erich-Maria-Remarque-Preis, den Andrej-Sinjavskij-Preis, den Kurt-Tucholsky-Preis des schwedischen PEN Clubs, den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung sowie den Triumph-Preis, die höchste Auszeichnung für Kunst und Literatur in Russland. Swetlana Alexijewitsch hat in ihren Arbeiten einen völlig eigenständigen literarischen Stil innerhalb des Non-Fiktionalen entwickelt, der auf hunderten von Interviews basiert. Zu den von ihr auf Deutsch erschienenen Büchern gehören »Tschernobyl - eine Chronik der Zukunft« (Berliner Taschenbuch Verlag, 2006, Übersetzung von Ingeborg Kolinko), »Die letzten Zeugen: Kinder im Zweiten Weltkrieg« (Aufbau Taschenbuch Verlag, 2005, Übersetzung von Ganna Maria Braungart) und »Der Krieg hat kein weibliches Gesicht« (Berliner Taschenbuch Verlag, 2004, Übersetzung von Ganna Maria Braungart).